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Dritter Tag: Das fremde Schaf

Am nächsten Tag, bevor die Herden aufbrechen, kommt eine Hirtin zu Habakuk. Ein Schaf trottet hinter ihr her. „Habakuk“, sagt sie, „vor drei Tagen haben wir dieses Schaf in den Bergen gefunden. Es war ganz allein. Seine Herde wurde verjagt, gefangen oder getötet, wer weiß.“

Wir wollten es in unsere Herde aufnehmen. Aber die anderen Schafe wollen es nicht haben! Sie stoßen es hin und her. Sie lassen es nicht an die Wasserstellen, als hätten sie Angst, dass das Wasser nicht für alle reicht. Ständig gibt es Streit in der Herde. Ich weiß nicht mehr, was ich mit ihm machen soll! Sollen wir es schlachten?

„Nein! Nein! Lass es leben!“, ruft Habakuk. „Ich nehme es mit zu meinen beiden anderen. Wenn es lange genug bei mir ist, dann wird es auch bei uns einen guten Platz finden.“  So darf auch das fremde Schaf in den alten Stall; zum verletzten Schaf, zum ängstlichen Schaf und zu Habakuk.

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