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Vierter Tag: Das wiedergefundene Schaf

Heute herrscht eine schlechte Stimmung unter den Hirten. Ein Hirte sagt: „Ich hab ein Schaf verloren. Den ganzen Weg bin ich nochmal zurückgelaufen, aber ich konnte es nicht finden.“ „Na ja, ein Schaf ist nicht so schlimm!“, denkt er. „Wir haben noch genug andere. Da kommt es auf eines nicht an.“

Aber Habakuk will, dass keines der Schafe verloren geht und macht sich auf den Weg. Er kennt die Stellen, wo Schafe sich verlaufen können. Er sucht am Bach und hinter dem großen Hügel. Er geht ins Gebirge und achtet auf Spuren. Da entdeckt er in den Dornen ein wenig abgerissene Schafwolle; und in der Ferne hört er ein leises, einsames Jammern und Rufen: „Mäh, Määääääääh!“

 

Habakuk geht dem Rufen nach und bald hat er das verlorene Schäfchen gefunden. In den Dornen hat es sich verfangen und kann nicht mehr weiter. Er beruhigt es mit freundlichen, liebevollen Worten: „Bin ich so froh, dass ich dich gefunden habe. Hab keine Angst, alles wird gut.“ Auf seinen Schultern trägt Habakuk das wiedergefundene Schaf nach Hause in seinen Stall.

Der Hirte, der das Schaf verloren hat, ist erleichtert: „Danke, Habakuk! Ich lass das Schaf noch ein bisschen bei dir! Dort geht´s ihm gut.“

Jetzt hat Habakuk schon vier Schafe in seinem Stall: Das wiedergefundene, das fremde, das ängstliche und das verletzte.

 

 

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