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Die Nacht

Von einem alten Stall bei Betlehem erzählt uns auch der Evangelist Lukas. Jedes Jahr an Weihnachten können wir diese Geschichte hören:

Kaiser Augustus gab den Befehl: Zählt alle Leute! Sie sollen sich in Steuerlisten eintragen. Und alle machten sich auf den Weg in ihre Heimatstadt. Auch Josef und Maria gingen nach Betlehem. Maria erwartete ein Kind. Und als sie dort waren, erfüllte sich die Zeit und sie gebar ihren Sohn, Jesus. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Krippe. In der Herberge war kein Platz mehr für sie.


Hirten waren auf Feld nahe bei Betlehem. Ein strahlender Engel war auf einmal zu sehen; und sie fürchteten sich sehr. Der Engel sprach: Fürchtet euch nicht, ich verkünde euch eine große Freude:  Heute ist euch in Betlehem der Heiland geboren; der Christus, der Herr. Ihr werdet ein Kind finden, das in Windeln gewickelt ist. Es liegt in einer Futterkrippe.


Plötzlich war der Himmel voller Engel. Sie lobten Gott und sangen: „Ehre sei Gott in der Höhe und Friede auf Erden den Menschen.“ Die Hirten gingen eilig los und sie fanden Maria und Josef und das Kind in der Krippe. (nach Lk 2)

Dieser Stall, in dem die Hirten das Kind fanden, das könnte doch der Stall von Habakuk gewesen sein! Ich stelle mir das so vor: Am nächsten Morgen geht Habakuk zu seinem Stall. Wie staunt er da: In seinem Stall ist wirklich was los. Er sieht einen Esel und einen Ochsen. Ein Mann und eine Frau lächeln einem neugeborenen Kind zu. Seine vier Schafe: das verletzte, das ängstliche, das fremde und das wiedergefundene, sie liegen zufrieden um die Krippe mit dem Kind. Habakuk spürt in seinem Herzen: Hier muss etwas Wunderbares geschehen sein! Hier und heute ist Gott uns ganz nahe.

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